Klingenberg durch Ort & Zeit – Rückblick

Obwohl es eine Wiederholungsveranstaltung nach rund 35 Jahren  zu den Ausgrabungsstätten auf dem Schlossberg in Klingenberg war, konnte der Archäologe Dr. Martin Hees viel Neues und Interessantes berichten. Ca. 40 Besucher, darunter auch „Fachpublikum“ aus den Heilbronner Stadtteilen und den Nachbarorten, lauschten gespannt den Ausführungen vor Ort auf dem Schlossberg.  Anschließend wurde in der Weinstube Wieder die Veranstaltung mit einer Präsentation auch zu weiteren Ausgrabungen rund um Klingenberg eindrucksvoll ergänzt. 

Geschichten zum Schloss

Geschichten zum Schloss

Großer Andrang herrschte beim Treffpunkt im Schlosshof des Gräflich Neipperg´schenSchlosses in Klingenberg. Eingeladen hatte das Ortskartell Heilbronn-Klingenberg e.V. „Klingenberg durch Ort & Zeit“.
Die Geschichten zum Schloss der vergangenen 60 Jahre wurden charmant, humorvoll und beeindruckend von Herrn
Erbgraf zu Neipperg erzählt. Im blumengeschmückten Schlosshof mit dem maroden Charme haben die vielen Besucher mit einem Schmunzeln im Gesicht den Erzählungen des Grafen gespannt gelauscht. Interessant war auch zu hören wie und warum sich die Entwicklung des Gräflich Neipperg´schen Schlosses in Klingenberg bis heute so ergeben hat. Bei der anschließenden Weinprobe mit Herrn Erbgraf zu Neipperg erreichte der sommerliche Herbstnachmittag einen weiteren Höhepunkt. Die Bewirtung durch die Jugendabteilung des SSV Klingenberg rundete das Angebot ab. Die Ausstellung des Malers und Grafikers Herrn Karlheinz Rülke gab den Räumen im oberen Haus des Schlosses einen besonderen, bunten Rahmen.

  

Buntes Klingenbergfest beim Saustalltreff

„Buntes Klingenbergfest beim Saustalltreff“ – so feiert Klingenberg sein diesjähriges Stadtteilfest.
Etwas anderes sollte es mal sein, so haben es die Mitglieder des Ortskartells Heilbronn-Klingenberg e. V. besprochen. Ein Wochenende zum gemeinsamen Feiern und Kennenlernen. Gemütliches Beisammensein und ein unterhaltsames, bunt gemischtes Rahmenprogramm erwartet die Besucher.

„Klingenberg durch Ort & Zeit“ – Klingenberger Brunnen und Wasserwege

Am 24. Juni 2017 begegneten sich in Klingenberg 2 Veranstaltungsreihen:
„Klingenberg durch Ort & Zeit“ und die Veranstaltungsreihe der Kulturregion HeilbronnerLand „Mythen Geschichten, Erzählungen – Brunnen im urbanen Raum“.
Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen sommerlichen Temperaturen konnte die 1. Vorsitzende des Ortskartells, Ruth Kinbacher, 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Ortsführung begrüßen. Erfreulich auch, dass einige auswärtige Gäste anwesend waren. Die Ortshistoriker und Alt-Klingenberger Dr. Friedrich Golter und Dr. Gerhard Remmele gestalteten mit ihrem fundierten Wissen und selbst erlebten Geschichten die Führung sehr kurzweilig.
Fähre über den Neckar
Zu Beginn berichtete Dr. Gerhard Remmele am Steg eindrucksvoll über den Neckar als früher einzigen und sehr wichtigen Verkehrsweg.
Das Leben der Kaufleute und der Bewohner mit dem Neckar wurde durch historische Bilder aus dem Klingenberger Bildband noch interessanter.
Hochwasser in der Tränkgasse
Auch das war Teil des Lebens mit dem Neckar – Hochwasser.
Heute dank baulicher Maßnahmen eine Seltenheit.
Die nächste Station war der Fährbrunnen vor der Klingenberger Kirche.
Der 1993 von Markus Daum entworfene Fährbrunnen ist kein historischer Brunnen.
Dafür ist er steingewordene Erinnerung an die Fähre über den Neckar und die Fährleute.
Mit dem Bau des Stegs 1925/26 wurde eine Fähre überflüssig.
Auf der anderen Seite der Theodor-Heuss-Straße an der Einmündung der Felsenstraße stand der Brunnen, der früher das „Unterdorf“ mit Wasser versorgte.
Leider ist nur noch der Standort des Brunnens bekannt, vom Brunnen selbst ist nichts erhalten.
Dies gilt auch für die anderen Brunnen im Ort.
Brunnen bei der Schmiede - im Hintergrunde das alte Milchhaus
Bei interessanten Gesprächen beim Spaziergang durch die Felsenstraße erreichten die Teilnehmer den Platz der früheren Schmiede.
Hier stand der schmuckvolle Brunnen, der das „Oberdorf“ versorgte.
Dr. Friedrich Golter erzählte über das Arbeiten und Leben rund um die Schmiede.
Früher ein Treffpunkt für Erwachsene „zum Schwätza“ und ein wichtiger Ort für Kinder zum Spielen.

Bei der Schmiede
Bei der Schmiede

Erinnerungen werden lebendig
Erinnerungen werden lebendig

In der Felsenstraße
In der Felsenstraße

 

Gut gelaunt geht's weiter
Gut gelaunt geht’s weiter

Weiter ging es zum Backhausplatz, entlang des kanalisierten Klingenbachs.
Am Backhausplatz gab es einen weiteren Brunnen, der das äußere Dorf mit Wasser versorgte.
Mit unterhaltsamen Erzählungen von Dr. Golter und wissenswerten Fakten von Dr. Remmele führte der Spaziergang entlang dem ehemaligen Lauf des Klingenbachs bis zum Bruch.
Im Bruch befindet sich die wunderschöne Anlage der Gartenfreunde Klingenberg.
Das Gartenfest der Gartenfreunde lud ein zum gemütlichen Beisammensein.
Noch lange wurde über das Erlebte gesprochen und geschmunzelt.
Ein herzliches Dankeschön allen Mitwirkenden.

Ganz schön was los am 24. und 25. Juni

Sommerzeit = Festezeit
Am Wochenende vom 24. und 25. Juni ist in Klingenberg ganz schön was los:
Samstags findet ab 15 Uhr auf dem Sportplatz das Fußball-Alte-Herren-Turnier des SSV Klingenberg statt.
Um 16 Uhr startet am Steg wieder einmal „Klingenberg durch Ort & Zeit“.
Mit Dr. Fritz Golter und Dr. Gerhard Remmele geht es auf eine Entdeckungs-Tour zu den „Klingenberger Brunnen und Wasserwegen„.
Für eine Stärkung nach der Ortsführung oder den gemütlichen Wochenausklang bietet sich das Gartenfest der Gartenfreunde an.
Fürs leibliche Wohl wird wie gewohnt bestens gesorgt.
Auch am Sonntag feiern die Gartenfreunde.
Los geht es ab 10:30 Uhr mit einem Gottesdienst im Grünen.
Anschließend lädt das Gartenfest zum Verweilen ein.
Bereits um 9:30 Uhr startet das Fußball-Jugendturnier mit Mannschaften der D-, E- und F-Jugend.
Also seien Sie dabei, ob zum Anfeuern der Fußballer, auf Entdeckungs-Tour oder zum entspannten Genießen beim Gartenfest!

„Klingenberg durch Ort & Zeit“ – Ein Blick in die Landschaftsgeschichte

Unter diesem Motto wird das Ortskartell ein neues Projekt starten. Doch wie kommt es dazu und wie soll sich das weiterentwickeln? Werner Föll vom Stadtarchiv Heilbronn hat sich gleich nach den Neuwahlen im Ortskartell im Februar 2016 bei der 1. Vorsitzenden Ruth Kinbacher gemeldet und berichtet, dass seitens der Stadt Heilbronn großes Interesse besteht die Heimatgeschichte in Klingenberg wieder zu beleben. Werner Föll hat in Zusammenarbeit mit Karin Metz den Bildband „Klingenberger Fotografien 1890 – 1945“ , Herausgabe 1993 erstellt. Karin Metz ist im Oktober 2010 verstorben und seitdem ist es sehr ruhig um die Ortsgeschichte geworden.

Und wie kommt nun ein bestehendes Werk wieder in Gang? Alles hat seine Zeit und so soll nun ein etwas anderes Projekt daraus weiter leben-Klingenberg durch Ort & Zeit. Zu Klingenberg gehört das Schloss – Erbgraf zu Neipperg hat den bereits zugesagten Ortstermin mit Führung kurzfristig abgesagt. Bei Ruth Kinbacher und den Klingenberger Bürgern war die Enttäuschung groß. Doch auch die Nagelfluhfelsen gehören zu Klingenberg. Dieses imposante Felsenband wurde bereits 1937 als Naturdenkmal ausgewiesen. Besonders erfreulich ist, dass der Klingenberger Diplom-Geograf Dr. Gerhard Remmele diese Führung übernimmt.

Doch warum der 8. Oktober? Im Klingenberger Terminkalender ist der 9. Oktober 2016 als Kirchweih in Klingenberg aufgeführt. Und was ist da los? ……aber am 8. Oktober, dem „Kärwe-Samstag“ veranstaltet der Donna Frauenchor sein Herbstfest. Also hat Ruth Kinbacher mit Andrea Rügner, Vorsitzende des Donna Frauenchors, Kontakt aufgenommen um zu klären, was nun aus dem Kärwe-Wochenende wird. Andrea Rügner hat sofort ihre Unterstützung angeboten und wird mit „ihrem Chor“ die Teilnehmer herzlich empfangen. Bei guter Verpflegung kann der erlebnisreiche Samstag-Nachmittag in einen fröhlichen und gemütlichen Donna-Herbstabend gleiten. Besser kann es nicht sein – so funktioniert ein gutes Miteinander im Ort. Darüber sind sich Andrea Rügner und das Vorstandsteam des Ortskartells einig.

Nun ist die Spannung groß, wie der Termin und das Thema Anklang finden. Klingenberg durch Ort & Zeit soll auf jeden Fall weiter leben und Ruth Kinbacher ist sich sicher, dass wir viele Klingenberger Bürger und Bürgerinnen haben, die dieses Projekt mit Themen füllen können. Jeder kann sich mit seinen Erinnerungen, Beobachtungen, Ideen und Gedanken einbringen. Wir freuen uns darauf.